Wir grüßen sie herzlich aus einem
sommerlichen Namibia. Der Sommer ist hier zugleich die Regenzeit, die etwa von
Oktober bis April dauert. Allerdings ist die Dauer und Menge der Niederschläge
von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich. Oft fällt der erste Regen erst im Januar
und es gibt nur ein paar Tage Regen im ganzen Jahr, was die Wasserversorgung
im ganzen Land gefährdet. In diesem Jahr hatten wir schon drei Regentage und
wir hoffen, dass dies ein Anzeichen für eine gute und ausreichende Regenzeit
ist!
Aber in erster Linie möchte ich
nicht von unserem Warten auf Regen im trockensten Land im südlichen Afrika
berichten, sondern von der Kindertagesstätte, die Ihre Gemeinde seit einem
Jahr so großartig unterstützt hat.
Zur Zeit werden in dieser Tagesstätte
morgens von 7:30 bis 14:00 Uhr etwa 30 Kinder im Kindergartenalter betreut.
Vier Frauen aus der Gemeinde kümmern sich um die Kinder, drei als
Kindergärtnerinnen und eine als Köchin.
Außerdem wird bisher an zwei
Nachmittagen in der Woche für Schulkinder eine Hausaufgabenbetreuung
angeboten.
In der vergangenen Woche hatten
wir eine Sitzung des Komitees, das die Arbeit in der Kindertagesstätte
diskutiert, koordiniert und plant. Es besteht aus Vertretern der Kirchengemeinde,
dem zuständigen Pfarrer, Vertretern des AIDS- und des Entwicklungsprogramms
unserer Kirche. Im Letzteren sind mein Mann und ich beschäftigt. Wir können
nun berichten, dass die Arbeit gut vorangegangen ist und sich konsolidiert
hat.
- Die Kindergartenkinder erhalten
jeden Tag ein Frühstück und ein warmes Mittagsessen mit Gemüse und 2-3 mal
die Woche auch mit Fleisch (Huhn oder Suppenknochen). Nach den Erfahrungen der
lokalen AIDS-Mitarbeiterin ist dieses Essen das beste, das in diesem
‚Wohngebiet’ für Kinder angeboten wird. Das ist ein großer Erfolg, denn
Mangelernährung bei Kindern ist ein riesiges Problem, gerade in den Wellblechhütten-Siedlungen.
Mangelernährung führt nicht nur zu hoher Kindersterblichkeit, sondern auch zu
Wachstumsschäden, die irreversible Auswirkungen auf die physischen und
intellektuellen Fähigkeiten der Kinder haben.
- Die Kindergärtnerinnen haben
mittlerweile zwei kurze Weiterbildungen besucht und im September hat eine
ausgebildete Kindergärtnerin unserer Kirche für drei Wochen die Arbeit in der
Kindertagesstätte begleitet und Anregungen für Verbesserungen gemacht.
- Alle 18 schulpflichtigen Kinder
werden mit dem Beginn des Schuljahres im Januar eingeschult. Auch das ist ein
großer Erfolg der Kindertagesstätte, denn Eltern haben hier leider oft Schwierigkeiten
– auch aufgrund von finanzieller Not, Schulplätze für ihre Kinder zu bekommen.
In der letzten Komiteesitzung haben wir auch
einige Veränderungen beschlossen: Die Kindertagesstätte soll ab jetzt auch
regelmäßig am Nachmittag geöffnet sein (nicht nur 2x) und mindestens zweimal pro Woche
auch Essen für die Schulkinder anbieten. Die Schulkinder sind bisher noch
nicht mit Essen versorgt worden, weil keine Tische und Stühle für die älteren
Kinder vorhanden waren und es nicht abzuschätzen war, wie viel Lebensmittel wir
mit dem vorhandenen Geld würden kaufen können.
Eine weitere Maßnahme wird sein,
dass das AIDS-Programm sich genauer mit den Lebensumständen der Eltern
vertraut macht und ermutigt, besonders Kinder und Waisen aus sehr schwierigen
familiären Situationen zur Kindertagesstätte zu schicken, damit man sich hier
besonders um sie kümmern kann.
Im Namen der Kinder, der
Mitarbeiterinnen und aller Beteiligten der Kindertagesstätte möchte ich mich
ganz herzlich für Ihre Unterstützung im letzten Jahr bedanken! Wir würden uns
alle sehr freuen, wenn Sie weiterhin bereit sind, auch in Zukunft „ein Stück
Gerechtigkeit zu schenken“ und durch Ihre finanzielle Unterstützung dazu
beizutragen, dass diese Arbeit weiterhin erfolgreich
fortgeführt werden kann.
Aus Namibia grüßt sie herzlich
Ihre Claudia Haarmann
Pfr. Dr. Claudia Haarmann ist
Projekt Direktor des Desk for Social Development der Evangelical Lutheran
Church in the Republic of Namibia (ELCRN)
Auch im Namen unserer
Emmaus-Kirchengemeinde schließe ich mich gerne dem Dank meiner Schwägerin an:
Vielen Dank für Ihre und Eure Unterstützung!
Es ist sehr erfreulich, dass
dieses Projekt so gut angelaufen ist. In meinen Augen ist es – im Sinne der
Jahreslosung für 2007 – ein kleines Pflänzchen aufkeimender Hoffnung, das
Leben ermöglicht und Zukunft schenkt, auch über Grenzen und Kontinente hinweg!
Lassen Sie uns diese erfolgreiche Arbeit auch in Zukunft gemeinsam
fortsetzen!
Für Ihre Spende können Sie selbstverständlich
auch eine Spendenbescheinigung unserer Gemeinde bekommen.
Gott segne GeberInnen und Gaben,
Ihr Pfarrer M. Haarmann
Spenden bitte mit Angabe Ihres Namens und des
Verwendungszweckes „Spende Namibia“ an:
Ev. Emmaus-Kirchengemeinde
Konto 310 459 40 17 bei der Volksbank Mönchengladbach (BLZ 310 605 17)