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Emmaus - gemeinsam auf dem Weg

Die Geschichte der Jünger von Emmaus, die Pate bei der Namensgebung unserer Gemeinde stand, steht als Synonym für die Situation der Christen in unserer Zeit.

Nach seiner Kreuzigung zerfiel der Freundes- und Jüngerkreis Jesu. Seine Anhänger waren deprimiert und entmutigt und traten schweren Herzens den Rückweg in ihre alten und oft so hoffnungsleeren Verhältnisse an.

So auch die Jünger aus dem Ort Emmaus. Am dritten Tag nach der Kreuzigung stößt der Auferstandene zu Ihnen, jedoch wird er nicht erkannt. Man redet über die Geschehnisse in Jerusalem und den Tod Jesu. Die Jünger schenken den Nachrichten von der Auferstehung in ihrer Trauer keinen Glauben.

Der Fremde legt ihnen die Schriften des alten Testaments aus, nach denen der Messias, der Sohn Gottes, sterben musste, um aufzuerstehen. Später am Tag feiert der Fremde mit den Männern aus Emmaus das Abendmahl.

In dieser Stunde erkennen sie den Auferstandenen. Von da an sind sie wieder frohen Mutes und kehren voll von Hoffnung und mit neuem Gottvertrauen in ihr Dorf zurück.

In vielem können wir Christen in der "Informationsgesellschaft" uns hier wieder finden. Von zahlreicher Seite wird unser Gottvertrauen angefochten: von der jungen Generation, von einer übermäßigen Wissenschaftsgläubigkeit und nicht zuletzt von unseren eigenen Zweifeln. Wie das der Jünger von Emmaus droht unser Herz schwer zu werden.

Dabei spüren wir in allem die Gegenwart Jesu Christi, der als Auferstandener mit uns ist auf dem Weg seiner Kirche. Im Gottesdienst, während der Gemeinschaft in unterschiedlichsten Gruppen und Kreisen, beim Austausch von Glaubenserfahrungen, Zweifeln und Ängsten und nicht zuletzt in vielfältigem diakonischen Engagement.

Bei allen Schwierigkeiten, die auf uns zukommen, stehen wir doch in der Verheißung unseres Herrn, der seine Gemeinde nicht allein lässt und uns so Hoffnung und Kraft für die Zukunft schenkt. Wie die Emmausjünger befinden wir uns gemeinsam auf dem Weg.