Unsere Partnergemeinde
Krugau/Spreewald
Der Kirchensprengel Krugau liegt inmitten des
landschaftlich reizvollen Spreewaldes nahe der Kreisstadt Lübben
etwa 80 km südöstlich von Berlin. Bereits zu DDR-Zeiten wurde der
Kontakt zu der Gemeinde intensiv gesucht und seit der Wende besteht
ein reger Austausch der Gemeinden, die zu manch einer netten
Bekanntschaft oder Freundschaft geführt hat.
Zentrum
der Gemeinde ist die Krugauer Kirche deren Ursprünge bis ins 15
Jahrhundert hineinreichen. Hier ist auch Pfarrer Ertel wohnhaft, der
zusammen mit anderen Gemeindegliedern den Kontakt zu unserer
Gemeinde immer wieder gesucht und gefördert hat. Des weiteren gibt
es in den Nachbarorten Biebersdorf und Dörenhofe noch
Verkündigungsstätten und Gemeindezentren.
Die Auswirkungen der Wende und die völlig andere
kirchliche Situation in den neuen Bundesländern bieten zahlreiche
Ausgangspunkte für interessante Gespräche zwischen Rheinländern und
Spreewäldern. Im Verlaufe unserer Besuche haben wir sehr viel
dazugelernt, und können vieles was bei uns in Presse und Fernsehen
oberflächlich berichtet wird aus einer anderen (menschlichen) Warte
reflektieren.
Neben den Menschen ist ein Ausflug in den
Spreewald auch aus touristischer Sicht ein Erlebnis. Wir treffen uns
mit unserer Partnergemeinde im Wechsel einmal im Jahr. Während
dieses Besuches sind unsere Gäste in den unterschiedlichen
Gastfamilien untergebracht. Haben Sie nicht Lust, mal
vorbeizuschauen (auch mit Kindern) und die Menschen unserer
Partnergemeinde kennen zu lernen? Vielleicht sind sie ja auch
nächstes Jahr mit dabei wenn es heißt: "Auf nach Krugau" Ich
persönlich habe mir den Termin für unserer Treffen ganz dick im
Terminkalender notiert und freue mich jedes Mal auf ein Wiedersehen
mit den Menschen aus unserer Partnergemeinde.
Jörg
Pausch
Weitere Information bei
Herrn Pfarrer Schuler
Besuch in Krugau 2003

Wie schnell doch die Zeit vergeht. Die
Erinnerungen an den letzten Besuch der Krugauer in Willich im Herbst
2002 waren noch recht frisch, da stand am ersten Oktoberwochenende
2003 der Gegenbesuch in unserer Spreewälder Kirchengemeinde Krugau
an. Für uns war es der fünfte Besuch seit 1995. Aber trotzdem war
die Vorfreude und Neugier auf das Wochenende groß. Das herzliche
Miteinander lässt einen die oft strapaziöse An- und Abreise
vergessen. Es ist wirklich beeindruckend, wie sich das Dorfbild von
Krugau und Biebersdorf in den letzten Jahren verändert hat. Auch die
Möglichkeiten der Kirchengemeinde haben sich durch das mit viel
Eigeninitiative umgebaute Gemeindehaus in Biebersdorf enorm
verbessert. Wir Willicher ( 6 Erwachsene und 5 Kinder) waren in
Gastfamilien, zu denen sich über die Jahre auch Freundschaften
entwickelt haben, untergebracht.
Die Krugauer haben sich für unseren Besuch mal
wieder etwas Besonderes einfallen lassen. Im Rahmen eines
Gemeindeausfluges ging es am Freitag in Richtung Dresden, zu einem
Besuch des Schlosses Moritzburg, der Residenz der sächsischen
Könige. Nach einer Stärkung im Schlossrestaurant ging die Fahrt
weiter in die Porzellanstadt Meißen zum Besuch der dortigen
Porzellanmanufaktur. Auf der Fahrt dorthin wurde uns das Ausmaß der
letztjährigen Hochwasserkatastrophe deutlich bewusst. Die
Hochwassermarken an den Häusern waren zum Teil höher als unser
bequemer Reisebus. Auch die Zerstörungen an den Häusern waren noch
deutlich zu erkennen. Den Samstag verbrachten wir in unseren
Gastfamilien. Dadurch war auch Zeit für Gespräche, Spaziergänge
und/oder die Erkundung des touristisch interessanten Spreewaldes. Am
Sonntag endete unser Besuch mit einem Familiengottesdienst der von
Pfarrer Ertel und Pfarrer Schuler gemeinsam gehalten wurde. Unser
Besuch über den Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober machte uns
mal wieder bewusst, dass nur "wenn Menschen miteinander Gemeinschaft
haben, zusammenwachsen kann was zusammengehört". Es wäre schön, wenn
wir unsere Krugauer Partnergemeinde im nächsten Jahr zahlreich in
Willich begrüßen könnten.
Besuch aus Krugau 2002
Es war mal wieder soweit. Vom Donnerstag den 30. August bis Sonntag
den 1. September waren 6 Vertreter unserer Partnergemeinde Krugau
im Spreewald in Willich zu Gast. Nach der langen Anfahrt am Donnerstag,
ging es am Freitag gemeinsam nach Köln. Nach einem Ausflug in
die Frühgeschichte der Stadt Köln im Römisch Germanischen
Museum wurde uns - nach einer Stärkung in einem typisch kölschen
Brauhaus- der Dom zu Köln bei einer Führung lebendig nahe
gebracht.
Neben den beeindruckenden Schätzen dieser Kirche, wurden uns
neben vielem verbindenden auch die unterschiedlichen Auffassungen
im evangelischen und katholischen Glaubensleben (z.B. Heiligen- und
Reliquienverehrung) deutlich. Einige Teilnehmer unserer Gruppe haben
es sich nicht nehmen lassen, den Turm des Kölner Doms zu besteigen.
Eine wahrlich schweißtreibende Angelegenheit bei 509 Treppenstufen.
Nach der Rückkehr nach Willich ließen wir den Tag in gemütlicher
Runde ausklingen. Hier war, wie auch den gesamten Tag, Zeit um miteinander
ins Gespräch zu kommen. Für uns war es mal wieder interessant,
die Entwicklung im Osten Deutschlands aus authentischer Erzählung
und nicht nur gefärbt über die Medien, mitzubekommen. Den
Samstag verbrachten unsere Gäste in Ihren Gastfamilien. Nach
dem Abschlussgottesdienst am Sonntag in der Auferstehungskirche
ging es wieder zurück in den Spreewald. Wie Pfarrer Schuler in
seiner Abschlussansprache sagte, tut diese Partnerschaft nicht
nur uns gut, sondern auch unserem Land. Denn nur wenn wir miteinander
reden, können wir einander verstehen und zusammenwachsen. Wir
freuen uns schon wieder auf den Gegenbesuch im schönen Spreewald
im nächsten Jahr. Es wäre schön, wenn viele aus unserer
Gemeinde mit dabei wären.
Jörg Pausch
Zur Baugeschichte der
Krugauer Kirche
Die Kirche ist; ein einschiffiger, apsisloser
Feldsteinbau mit massivem Westturm. Sie wurde im 15. Jahrhundert
errichtet. Sein Walmdach erhielt der a im Jahre 1821. Im oberen Teil
hat der Turm gepaarte Schallöffnungen. Die Vorhalle an der Südseite
der Kirche kam im Jahre 1837 hinzu. Innen hat die Kirche eine leicht
gewölbte Putzdecke und umlaufende Empore, die im Jahre 1717 in die
Kirche eingebaut worden sind.
Zur Ausstattung:
Der hölzerne Kanzelaltar datiert aus dem beginnenden 18.
Jahrhundert. hat zwei gedrehte Säulen und schmale Wangen. In der
Predella befindet ein Ovalgemälde mir der Darstellung des Abendmahls
Jesu. Die Kanzelbrüstung hat ebenfalls zwei gedrehte Säulen. Bekrönt
wird der Kanzelaltar durch eine gefasste Schnitzfigur, den
auferstandenen Jesus darstellend. Seitlich davon befinden sich
rechts und links je ein posauneblasender Engel. Beide ebenfalls
Schnitzfiguren und gefasst. In der südlichen Vorhalle ist ein
hölzernes, gefasstes Kruzifix an der linken Wand angebracht. Es
datiert aus der l. Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Im Turm der Kirche befindet sich eine sogenannte
Osterglocke aus dem Jahre 1573. Sie hat folgende Umschrift: "Das
Blut des Herrn Jesu Christi reiniget uns von unseren Sünden. "Vor
der Vorhalle an der Südseite der Kirche ist: rechts ein
Rokokograbstein .Im Jahre 1989 wurde die Kirche außen (Turm-,
Kirchenschiff-, Vorhallen-Dach, Putz und Fenster) renoviert. Drei
Jahre später erfolgte die Fertigstellung. |