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Menen 2000
Ein Wochenende Austausch mit der Partnergemeinde in Menen, Belgien.
Ein Wochenende, in dem Austausch, Partnerschaft, vor allem aber
Gastfreundschaft nicht nur großgeschrieben, sondern gelebt
wurde. Nach individueller Anreise ging es in Menen zunächst
in die Gastfamilien, wo alle auf das herzlichste begrüßt
wurden. Die meisten Partnerschaften existieren bereits seit Jahren,
doch auch die " Neulinge " waren direkt integriert. Nachmittags
stand dann die erste Aktivität, ein Besuch im Museum, auf dem
Programm. Alles traf sich in Ieper im " In Flanders Fields ", dem
dortigen Museum über den 1. Weltkrieg. Jeder erlebte diese
moderne Führung durch unsere Geschichte individuell, da man
per Identifikationskarte und Infoterminal einen Zeitgenossen als
Begleiter bekam. Jeder bekam ein anderes Kriegsopfer zugeteilt,
und erlebte so eine ganz persönliche Lebens- und Leidensgeschichte.
Alle waren fasziniert, wenn auch vom Grauen des Krieges gepackt.
Trotzdem ging es hinterher beim gemeinsamen Barbecue gemütlich
zu. Im wirklich wunderschön renovierten Kirchhaus, und dem
angeschlossenen kleinen Hof, wurden die neusten Neuigkeiten aus
Willich und Menen ausgetauscht. Dieser fröhliche Abend ließ
den ersten Tag gelungen ausklingen.
Bereits
früh am nächsten Morgen ging es los. Nach dem Frühstück
in der Gastfamilie fuhren alle zur Kirche. Zu Pfarrer
Kleins Premiere. Seine erste Predigt in Flämisch! Wir haben
ihn natürlich alle verstanden (erst recht dank der Kopie mit
der deutschen Übersetzung!), und die Menener waren begeistert.
Glücklich feierten wir alle gemeinsam das Abendmahl und genossen
die langjährige Verbindung unserer Gemeinden.
Nach dem Gottesdienst überreichte Pfarrer
Klein stellvertretend für das Presbyterium einen Scheck,
mit dem nun ein Teil der Finanzierung der Renovierung des Gemeindehauses
und der Kirche in Menen als abgeschlossen betrachtet werden darf.
Darüber, und über das mitgebrachte Foto unserer Kirche,
haben sich alle sehr gefreut. Danach jedoch zeigten uns die Menener
was es heißt, ausgiebig zu feiern. Über einen Zeitraum
von fünf Stunden feierten, aßen, lachten, tranken und
erzählten alle in einem gemütlichen Gasthaus, das wir
ganz für uns hatten. Alle genossen die entspannte Atmosphäre,
und die nahezu spürbare Herzlichkeit. Nach unzähligen
Köstlichkeiten schwangen einige ganz Mutige das Tanzbein und
sangen gemeinsam einige Lieder. Nach Eistorte, Erdbeeren, Kaffee
und Kuchen waren alle mehr als gesättigt und glücklich.
Es hieß nun allzu bald Abschied nehmen von der großen
Familie, welche die Gemeinde in Menen ist. Man versprach sich den
Gegenbesuch im kommenden Jahr, und dann gingen alle noch einmal
für den letzten Abend in ihre Gastfamilien. Da dieses Jahr
die Möglichkeit bestand, einen Tag länger zu bleiben,
ging es erst am nächsten Morgen nach dem Frühstück
zurück nach Willich, wo wir uns jetzt schon auf den Besuch
unserer Menener Freunde im nächsten Jahr freuen.
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